Henning Penske-Chigir – Der Gestalter

1. Wer bist Du und was machst Du?
Ich bin Henning Penske-Chigir, 35 Jahre jung und seit 2005 freischaffender Gestalter und Musiker in Schwerin, „Clubbetreiber“ des Komplex in Schwerin, dem angesagtesten Tanztempel in der Stadt, Master of Desaster der freien Siebdruckwerkstatt Siebfreak und Roy und ungeschlagener Mitarbeiter des Monats bei dem Designunternehmen Formost GmbH.

2. Welche Projekte/Themen umtreiben Dich gerade?
Zur Zeit beschäftigt mich besonders, wie man ein Unternehmen führen kann und alle daran teilnehmenden Mitarbeiter würdig und demütig einbindet. Ich frage mich, ob der  Balanceakt zwischen einer hohen Qualität des Produktes, das den Anforderungen einer sich neu erfindenden „Guten Welt“ erfüllen soll, dem dafür aufgewendeten Zeitaufwand, dem Wohlergehen der Mitarbeiter und ihrer Entlohnung und einer angemessenen Wertschöpfung auf dem Markt möglich ist. Außerdem umtreibt mich, wie ich am Besten meine Zeit einteile: denn neben den großen Fragen des unternehmerischen Daseins, suche ich Muster von Südamerikanischen Insekten, die so farbenfroh und extravagant sind, dass ich sie allzu gerne als Gestaltungsvorlagen verwende, finde die angesagtesten Bands, buche sie und betüdel sie in unserem Konzertsaal und arbeite an einem Debütalbum mit der Band Purple Foam.

3. Warum machst du bei der Innovationswerkstatt mit und wieso ist ein Innovationstransfer von der Kreativwirtschaft in andere Wirtschaftsbranchen für Dich wichtig?
Die Innovationswerkstatt ist eine Vision, die schon seit einigen Jahren besteht und endlich wirklich wird. Ich bin stolz darauf, dass die Kreative MV so hartnäckig geblieben ist und es geschafft hat, ein breites Angebot für die Stärkung der Kreativwirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern auf die Beine zu stellen und freue mich immer wieder daran teilzunehmen. Ich würde es also als persönliches Interesse bezeichnen.
Es gibt eine Geschichte von einem Eingeborenenstamm in Südamerika, die gut illustriert, warum es einen Transfer zwischen Kreativen und Unternehmern geben muss.
Kurz erzählt handelt sie von einem Mann in einem Dorf, in dem die Einwohner seit Jahrhundert ihrem einfachen Leben nachgehen. Dieser Mann jedoch macht wirklich alles anders, als es das festgestrickte gesellschaftliche Regelwerk des Dorfes vorschreibt. Trotzdem verachten ihn die Menschen nicht, weil sie an ihm schätzen, dass er die Dinge anders sieht und dadurch allzuoft auf Lösungen gekommen ist, die besser sind, als es Ihnen die gewohnten Vorgaben anbieten können. Sie wollten ihn verstoßen, doch zogen es schließlich vor, weiterhin mit ihm zu leben, weil ein Leben ohne den verrückten Mitbewohner viel zu einseitig wäre.
Den Kreativen ist das Andersdenken Lebenssinn und besonders dort bereichernd, wo  klare Strukturen den Alltag beherrschen.

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