So war’s: Innovationen in der Gesundheitswirtschaft

Vor einer Woche, am 9. Juni, trafen sich Vertreter*innen der Kreative MV, von BioCon Valley und vom Steinbeis Institut im Rostocker Co-Work projekt:raum. Beim 29. Marktplatz Gesundheit mit dem Thema ‚Innovationen in der Gesundheitswirtschaft: Innovationen am Patienten orientiert‘ wurde ein erweitertes Innovationsverständnis diskutiert.

29. Marktplatz Gesundheit im projekt:raum from RABAUKE Filmproduktion on Vimeo.

Die Gastgeber aus der Kreativ- und der Gesundheitswirtschaft luden zu einem spannenden Programm ein und wollten insbesondere durch praxisbezogene Beispiele aufzeigen, dass Innovationen nicht immer technologiebasiert sein müssen. Wie kann man kreative Ideen in die Praxis umwandeln und daraus Werte kreieren? Dazu äußerte sich auch Thomas Karopka von BioCon Valley, der auf Barrieren und Katalysatoren in der Gesundheitswirtschaft einging und die Veranstaltung damit eröffnete.

Im Anschluss präsentierten sich zwei soziale Jungunternehmen und sorgten für allerhand Gesprächsstoff und Diskussionsbedarf.
Stefan Wilhelm und Pia Hemmerling berichteten über Discovering Hands, ein Unternehmen, das blinde und sehbehinderte Frauen zu Medizinischen Tastuntersucherinnen (MTUs) ausbildet und Kooperationen mit Frauenarztpraxen für eine signifikant effektivere Brustkerbsvorsorgeuntersuchung aufbaut. Die sehbehinderten Frauen haben einen deutlich sensibleren Tastsinn und können Veränderungen im Gewebe daher viel präziser feststellen. Darüber hinaus bietet Discovering Hands den sehbehinderten Frauen selbst eine große Erfüllung, da sie sich durch diese Ausbildung gebraucht und nicht auf ihre Behinderung reduziert fühlen.

Medi-Tex-Gründerin Fanny Fatteicher hat während ihrer Zeit als Krankenschwester festgestellt, dass Patientenbekleidung meist schlecht auf medizinische Zugänge wie zentrale Venenkatheter oder Ernährungssonden angepasst ist. Daher entwarf sie funktionsgerechte Bekleidung, die genau auf die Therapieanforderungen abgestimmt ist.

Aus welchen Hintergründen haben sich diese Unternehmen gegründet? Wie erreichen sie ihre Zielgruppen? Wie werden sie vom Wirtschaftssektor wahrgenommen? Was sind Hürden und Herausforderungen in ihrer Tätigkeit?

Nach einem anschließenden Impuls von Veronika Schubring zum Thema ‚Zielgruppenorientierte Innovationsprozesse und deren Potentiale für MV als Gesundheitsland‘ wurden die Fragen und Anregungen bei leckerem Essen und Trinken weiter ausgeführt, Erfahrungen ausgetauscht, wertvolle Tipps gegeben und wichtige Kontakte geknüpft.

Die Kreative MV freut sich, mit dieser Veranstaltung einen ersten Schritt auf die Gesundheitswirtschaft zugegangen zu sein und den Innovationsprozess in weiteren Gesprächen weiter zu entwickeln.

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