Einladung zur Kreiskulturkonferenz des Landeskreises Ludwigslust-Parchim

Einladung zur Kreiskulturkonferenz

Eine strukturierte Kulturpolitik kann einen entscheidenden Beitrag zur Verbesserung der Lebensqualität in der Region, ihrer Bindungskraft nach innen und ihrer Strahlkraft nach außen leisten, wenn sie die vorhandenen Ressourcen und Potenziale in Kunst und Kultur durch Ideen und Impulse sinnstiftend und phantasievoll, tatkräftig und bisweilen auch provozierend zur Entwicklung und Entfaltung bringt.

Im Rahmen einer ambitionierten Kulturpolitik muss der „Kulturförderung“ soviel Beachtung und Gewicht verliehen werden wie sie seit geraumer Zeit der „Wirtschaftsförderung“ (auch mit deren Ausstattung an Personal und Finanzen) gegeben wird. Um einen aktuellen und differenzierten Überblick über die Situation der Kunst und Kultur im Landkreis Ludwigslust-Parchim zu erhalten, ist eine umfassende Bestandsaufnahme erforderlich.
Kunst und Kultur bedürfen der engagierten und couragierten, kritischen und konstruktiven Begleitung und Einmischung, Beachtung und Auseinandersetzung durch einen lebendigen Diskurs in der Öffentlichkeit. Es bedarf eines demokratischen Streitens über die Visionen, Prinzipien und Ziele, die Abläufe und Strukturen
einer perspektivisch angelegten Kulturpolitik, die allen verfügbaren Kompetenzen und Potenzialen einen möglichst großen Spielraum zur Entfaltung bietet. Die auf Landesebene eingeleitete Kulturpolitik ist ein erster Anstoß, sie bedarf der konsequenten Umsetzung, der qualifi zierten Weiterentwicklung, der kritischen
Hinterfragung und der dialogischen Begleitung in den Regionen und Landkreisen.
Kulturpolitik verlangt Qualifikationen und Professionalität und kann nicht allein im Ehrenamt betrieben werden. Es sind Arbeitsplätze zu schaffen und zu erhalten, die personell und fi nanziell so auszustatten sind, dass sie den anspruchsvollen Anforderungen kulturpolitischer Arbeit gerecht werden. Eine nachhaltig angelegte Kulturpolitik hat Strukturen und Prozeduren zu etablieren bzw. zu protegieren,
die eine systematische, kontinuierliche, transparente, kooperative und demokratische Beteiligung zwischen der Politik und den Verwaltungen auf der einen Seite und den Kulturakteuren (Kunst-/Kulturschaffenden und -vermittelnden) sowie den Kunst-/Kulturrezipienten auf der anderen Seite im Rahmen belastbarer Formen sicherstellt. Durch das Vorhandensein solcher Strukturen können Kunst und Kultur ihre Funktionen für die Entwicklung und Gestaltung der Gesellschaft sowie für die Bildung und Entfaltung der Menschen wirkungsvoll und nachhaltig erfüllen.

 

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