Workshop 1: kreativprozesse. unternehmen. zukunft.

 

Branchenübergreifender Innovationstransfer

Erste Impulse für stärkere Kooperationen zwischen der Kreativbranche gab die 2017 durchgeführte Innovationswerkstatt des Landesnetzwerks Kreative MV im Auftrag des Wirtschaftsministeriums. Die Stadtwerke Rostock nutzten die Innovationswerkstatt, um die Zusammenarbeit mit externen Künstler*innen und Kreativschaffenden zu testen:

„In zehn Jahren wird es Standard sein, dass jedes Unternehmen mit einem Netzwerk von Kreativen zur Produktentwicklung zusammenarbeitet“, prognostiziert Stefan Waldhaus, Leiter des Fachbereichs Markt der Stadtwerke. Und der Architekt Björn Dargus ergänzt: „Kreative Methoden brechen festgefahrene Routinen auf. Nur so können auch neue Geschäftsmodelle entstehen.“ Für Susanne Mira Heinz vom Institut für Technologie- und Innovationsmanagement der TU Hamburg hat das neue Denken in viele Wirtschaftsunternehmen längst Einzug gehalten: „Wir müssen lernen, dass es keinen vollendeten Plan gibt. Innovation heißt vielmehr: Passe Dich stetig dem Wandel an, ohne einen festen Plan.“

Darüber hinaus regte Stefan Birk von der Arbeitslabor GmbH Schwerin an, auch in Mecklenburg-Vorpommern mehr Co-Working Spaces einzurichten, die von klassischen Unternehmen und Kreativschaffenden gleichermaßen genutzt werden. Hier werden Arbeitsmodelle der Zukunft erprobt und Ideen für Kooperationen und Innovationen generiert. Stefan Waldhaus von den Rostocker Stadtwerken bestätigte: „Manchmal muss man einfach mal seine kahlen Besprechungsräume verlassen, um auf neue Ideen zu kommen.“ Deutschland (insbesondere Berlin) ist europaweit führend bei diesen branchenübergreifenden Gemeinschaftsarbeitsplätzen – in MV gibt es derzeit nur 3, da ist also noch viel Luft nach oben.

Kreative Interpretation des Workshops: kreativprozesse. unternehmen. zukunft.

Von Andrea Köster – Grafikerin, Illustratorin, Streetartist (Foto: Kreative MV)

Fazit aus dem Workshop/ Wie geht es in 2018 weiter?

  • Die Innovationswerkstatt ist als 1-wöchiges Format sehr arbeits- und zeitintensiv. Nicht alle Kreativ-Schaffenden und Unternehmen können sich diesen Raum nehmen. Niedrigschwellige Formate wie beispielsweise das Jobshadowing und Speeddating möchte die Kreative MV künftig gerne anbieten, damit sich die Branchen auch in nur kurzer Zeit zielgerichtet besser kennenlernen können.
  • Bei dem Thema Innovationen ist die Frage der Schutzrechte nicht fern. Kooperationsformate sollten die Wahrung dieser künftig berücksichtigen, konkrete Ideen zur Umsetzung dessen wurden von der Kreative MV dankend aufgenommen.
  • Innovation heißt immer auch einen Weg des Scheiterns in Kauf nehmen, hier braucht es Experimentierräume in Ort und Zeit. Innovationsbudgets anderer Branchen sollten künftig branchenübergreifende Kooperationsformate mit der Kreativwirtschaft einschließen, die Ergebnisse der Innovationswerkstatt liefern hierfür einen klaren „Business Case“.

 

Download der Impulsvorträge:

Susanne Mira Heinz | Innovationsprozesse in Unternehmen

Veronika Schubring | Branchenübergreifender Innovationstranfer

2017-11-23_Kreatopia_Copyright_Matthias-Marx_IMG_0069
Björn Dargus, Dipl.-Ing.Architekt; Susanne Mira Heinz, Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Institut für Technologie- und Innovationsmanagement TU Hamburg, Design Thinking Coach: Claudia Köhler, Mitarbeiterin Thüringer Agentur für die Kreativwirtschaft; Stefan Waldhaus, Leiter Fachbereich Markt der Stadtwerke Rostock, Veronika Schubring, Podiums-/Workshopleiterin (v.l.n.r.) © Foto: Matthias Marx

 

 

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s