Skulpturenweg um den Kummerower See

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Mooreichen sind etwas ganz besonderes. Sie erzählen eine Geschichte, sind Zeugnisse längst vergangener Zeiten. Diese möchte Stefan Neumann aus Kummerow mit neuen, künstlerischen Ideen kombinieren. Zusammen mit fünf Künstlern, einer davon aus dem Iran, soll aus über 500 Jahre alten Mooreichenpfählen ein Kunstpfad um den Kummerower See entstehen und die strukturschwache Region ein Stück weit interessanter und bekannter machen, „den sanften Tourismus in der Region ankurbeln“. Hier ist Neumann seit 20 Jahren nebenberuflich als Künstler tätig und vor allem mit der Spraydose unterwegs, u. a. als „Stadtmaler“ von Teterow, aber auch in Malchin und anderen Orten der Gegend verschönert er mit legaler Graffitimalerei Trafo- und Stromhäuschen, Giebel und andere Freiflächen.

Durch Zufall hat der Physiotherapeut die Mooreichenpfähle bei einem Familienausflug entdeckt und sofort geahnt, um was für einen historischen Schatz es sich handelt. Bei Straßenbauarbeiten kamen sie 2015 zu Tage. Nachdem sie von Archäologen datiert und vermessen wurden, gerieten sie am Straßenrand in Vergessenheit. Stefan Neumann hat einen großen Teil gesichert, gelagert, fachgerecht getrocknet – und eine würdige Verwendung für das Material gesucht. Nun brennt er für seine Idee vom Skulpturenweg, will sich die kommenden Jahre damit beschäftigen, bildenden Künstlern eine Bühne zu bieten und das Projekt als eine Symbiose von Geschichte und Kunsthandwerk inmitten der beeindruckenden Moorlandschaft rund um den Kummerower See zu realisieren.

Bild: Stefan Neumann – Foto und Text: Manuela Heberer

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