Sabine Gollner

Die Medienproduzentin und Raumpionierin Sabine Gollner stellt in ihrer Keynote auf der Landeskonferenz für kreative Standortpotenziale am 25.9. in Schwerin den „Raumwohlstand“ als Standortvorteil in ländlichen Räumen vor und leitet den Workshop „Kreativwirtschaft als Imagefaktor und Ideengeber für innovatives Standortmarketing“.

Als Impulsstrategin initiiert Sabine Gollner Pilotprojekte in Architektur und Stadtplanung, Film und Kunst. Ihr Kulturtourismus- und Stadtentwicklungsprojekt, die QR-Tour Bad Berneck & Goldkronach, wurde mit dem Tourismuspreis Bayern ausgezeichnet. 2016 entwickelte sie mit den Berliner Stadtplanern Coopolis ein integriertes Stadtentwicklungskonzept für Bad Berneck im Fichtelgebirge. Im Auftrag des Amts für Ländliche Entwicklung initiiert sie als Projektleiterin 2017 einen Coworking Space im ländlichen Raum.

“Ich habe lange in England gelebt”, berichtet Sabine Gollner. „Dort ist die Situation ganz anders: Wer was auf sich hält, zieht aufs Land. Künstler können sich die dortigen Immobilien nicht leisten.“

Hier in Deutschland wird das Potenzial von Künstlern zur Belebung und Sanierung ländlicher Räume erst langsam wahrgenommen. Im Fichtelgebirge arbeiten Leerstandsmanager mit dem Kreativ-Netzwerk von KüKo-Künstlerkolonie Fichtelgebirge zusammen:

„Wir haben riesiges Potenzial, für das zunächst einmal ein Überblick geschaffen werden muss. Statt von ‚Leerstand‘ sprechen wir inzwischen von ‚Raumwohlstand‘, denn zunehmend kommen Kreative aus den Metropolen zu uns, die sich die steigenden Mieten dort nicht mehr leisten können und bei uns eine Community suchen. So wächst unser Netzwerk stetig.“

Aus dem Netzwerk werden zahlreiche Gemeinschaftsprojekte realisiert, wie die QR-Code Tour, an der zahlreiche Künstler, Fotografen, Filmemacher, Webdesigner, Programmierer zusammenarbeiten, um die Schönheit und Geschichte der Region zu vermitteln:

„Die Einheimischen interessieren sich nicht unbedingt immer für Kunst, aber über das Thema regionale Geschichte können sie ihr Wissen einbringen. Region lebt auch vom Erzählen über Plätze und Gebäude.“ Wie das Stadtmuseum, das 10 Jahre leer stand und durch das Projekt neue Aufmerksamkeit erhielt.

Viele Potentiale werden erst durch den Blick der Kreativen entdeckt. Mit Hilfe des Amtes für ländliche Entwicklung startete KüKo ein Pilotprojekt, um eine ehemalige Pappenfabrik in Bad Berneck neu zu bespielen: die Schaltzentrale, mit einem spannenden Mix aus Coworking Space, Gewerbezentrum, Werkstätten und Logistikflächen.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s