#zukunftsmotor DESIGN // Werkstatt Wendorf (mattonoffice)

Im Gespräch mit Ton Matton

Das Veredeln und Recyceln von Rohstoffen ist nicht nur eine technische Herausforderung, sondern auch ein Denkmodell.

Was macht dein Unternehmen zum #zukunftsmotoren? Was ist dein gesellschaftlicher Wert?
Die Werkstatt Wendorf ist ein experimenteller Landsitz beziehungsweise eine Heterotopie. Sie ist ein nicht alltäglicher Ort, der sich dem Normalen, dem Regulären entzieht und gleichzeitig mit ihm in Verbindung steht. Das traditionelle Wohnen in der dicht bebauten Stadt oder auf dem dünn besiedelten Land hat jeweils seine eigenen Bedingungen: Eine hohe Dichte erfordert eine effiziente, möglichst Raum sparende Infrastruktur für die Versorgung mit Wasser und Strom wie auch für die Entsorgung von Abfall jeder Art. Die Verlegung von Leitungen ist jedoch gerade auf dem Land eine kostspielige Angelegenheit. Daher untersuchen wir in unserer Werkstatt Wendorf die Möglichkeiten autarken ländlichen Wohnens. Dabei legen wir großen Wert auf die effiziente Nutzung natürlicher Energiequellen, z.B. Solarzellen, Wasserräder und Holzvergaser. Hier kommt Design ins Spiel: Das Veredeln und Recyceln von Rohstoffen ist nicht nur eine technische Herausforderung, sondern auch ein Denkmodell.

Wie ist die Design-Branche in M-V aktuell? Was wünschst du dir für die Zukunft?
Natürlich ist Mecklenburg-Vorpommern nicht vergleichbar mit Berlin. Wenn es nötig ist, dann bringe ich meine Arbeit auch dorthin, wo es Interessierte gibt. Das ist dann nicht immer hier vor Ort, aber das ist auch gut so. Ich sehe mich eher als europaweit vernetzt und sehe Mecklenburg-Vorpommern als Teil Europas. Für die Zukunft wünsche ich mir, dass Mecklenburg-Vorpommern sich weiterhin zu einem facettenreichen Land emanzipiert und die Schönheit der ländlichen Räume gleichzeitig erhalten bleibt.

Warum machst du, was du machst und warum machst du es in M-V?
Ich bewege mich mit meiner Arbeit irgendwo zwischen Objektdesign, Gesellschaftsgestaltung, ökologischer Stadtplanung und künstlerischem Aktionismus. Ich hatte irgendwann genug von der niederländischen Vorstadt-Politik und habe seit 2001 meine Basis hier in Wendorf. Ich mag die Verbindung zwischen traditionellem ländlichen Leben und zeitgenössischem Lifestyle. Und nur dass ich ländlich lebe, heiß nicht, dass ich nicht erreichbar bin. Mithilfe des Internets kann ich beispielsweise über unsere e-learning Plattform „Wendorf Academy“ weltweit Interessierte erreichen und mich vernetzen.

Ihr wollt mehr über Ton Matton erfahren? Am 4. November könnt ihr ihn und das Unternehmen bei der Kreatopia kennenlernen. Hier entlang zur Anmeldung

Fotos: Andre Germar

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