#zukunftsmotor FILM // Von Anfang Anders

Im Gespräch mit Jean-Pierre Meyer-Gehrke und Max Gleschinski

Wir sehen uns für das Filmland und seinen Nachwuchs in der Verantwortung, nicht nachzulassen.

Was macht Euer Unternehmen zum #zukunftsmotoren? Was ist euer gesellschaftlicher Wert?
Wie viele Kinofilme aus M-V kennen Sie? Die Infrastruktur in unserem Filmland ist noch nicht ausgeprägt genug, als dass man hier Spielfilme fürs Kino produzieren könnte. Lange stand die Frage nach Huhn oder Ei im Raum: Sollten Filmemacher*innen erstmal mit unzureichenden finanziellen Mitteln einen Bedarf zeigen? Oder sollte die Politik mit mehr Fördermitteln in Vorleistung gehen? Mit unserem Kinofilm „Kahlschlag“ haben wir gemeinsam mit einem großen Team aus ganz Mecklenburg-Vorpommern Bedarf signalisiert. Der Film war ein Erfolg – und endlich tut sich auch was im Filmland M-V. Fördermittel nehmen zu und weitere Filmprojekte müssen auf den Weg gebracht werden. Wir sehen uns für das Filmland und seinen Nachwuchs in der Verantwortung, nicht nachzulassen.

Wie ist die Film-Branche in M-V aktuell? Was wünschst du dir für die Zukunft?
Neben der Kulturellen Filmförderung entwickelt sich hier endlich auch ein wirtschaftlich orientierter Topf. In M-V muss nun also Geld für Film ausgegeben werden – von großen Produktionsfirmen aus ganz Deutschland wie auch von regionalen Filmschaffenden. Bei den Sendern fiel M-V meist hinten runter. Das kann sich durch die neuen Gegebenheiten ändern. Unser Wunsch ist natürlich, dass der Nachwuchs nicht mehr nach Hamburg und Berlin gehen muss und es in den nächsten Jahren mächtig Output gibt. Die Leute sollen nicht mehr schmunzeln, wenn wir erzählen, dass wir Filmemacher aus Rostock sind.

Warum macht ihr, was ihr macht und warum macht ihr es in M-V?
Im Filmemachen kommen die diversesten Menschen, Fähigkeiten und Kunstformen zusammen: Literatur, Theater, Musik, Tongestaltung und Fotografie erzählen gemeinsam eine Geschichte. Jede*r leistet seinen oder ihren Beitrag. Jede*r ist unverzichtbar. M-V ist nicht nur unser Zuhause, sondern bietet uns auch die Möglichkeit, für die Filmlandschaft etwas zu bewegen. Es wäre weniger motivierend, der millionste Berliner Filmemacher zu sein. Und in diesem Augenblick ist unser hiesiges Schaffen für uns das erfüllendste, was wir uns vorstellen können. Und es gibt noch viel zu tun.

Ihr wollt mehr über Von Anfang Anders erfahren? Am 4. November könnt ihr das Unternehmen bei der Kreatopia kennenlernen. Hier entlang zur Anmeldung

Fotos: Matthias Marx

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