#zukunftsmotor VERLAG // Hinstorff

Im Gespräch mit Eva Maria Buchholz

Generell wäre es toll, wenn uns auch in Zukunft die Möglichkeit erhalten bleibt, als Verlag etwas zu wagen, sei es auch experimentell.

Was macht Euer Unternehmen zum #zukunftsmotoren? Was ist euer gesellschaftlicher Wert?
Unser gesellschaftlicher Wert besteht darin, dass wir kulturproduzierend, -erhaltend und -vermittelnd arbeiten. Dabei blicken wir mit unserem 188-jährigen Bestehen auf eine lange Tradition zurück. Einige Programmbereiche, wie die plattdeutschen Bücher, bestehen seit der Gründung. Inzwischen sind andere Bereiche wie Kinderbücher oder Graphic Novels dazugekommen. Wir sind zukunftsorientiert und unterstützen aktiv junge Autor*innen. Wir sind ein kontinuierlicher Ausbildungsbetrieb und holen uns darüber frischen Wind und neue Ideen ins Unternehmen. Man darf nicht stehenbleiben, auch wenn es gerade gut läuft.

Wie ist die Verlags-Branche in M-V aktuell? Was wünschst du dir für die Zukunft?
Es gibt viele andere Verlage, die in der Regel etwas kleiner sind, mit ihnen sind wir gut vernetzt. Wir konkurrieren nicht miteinander, da jeder seinen eigenen Schwerpunkt setzt. Ich finde, alle haben ihre Berechtigung. Es ist natürlich nicht so wie in München oder Hamburg, Städte, in denen es unzählig viele Verlage gibt, da ist Mecklenburg-Vorpommern schon eher „Verlags-Diaspora“. Wir wünschen uns mehr Unterstützung, auch auf Landes- und Bundesebene. In Norwegen beispielsweise kauft der Staat von jedem Buch 1000 Exemplare – das mindert natürlich das Risiko für die Verlage, besonders die kleineren. Das schafft Spielraum, auch neue und völlig unbekannte Autor*innen zu repräsentieren. Generell wäre es toll, wenn uns auch in Zukunft die Möglichkeit erhalten bleibt, als Verlag etwas zu wagen, sei es auch experimentell.

Warum machst du, was du machst und warum machst du es in M-V?
Meine erste Anstellung nach dem Germanistikstudium bekam ich bei einem Hamburger Verlag, und nach einigen beruflichen Zwischenstationen wurde mir die Verlagsleitung hier in Rostock angeboten. Ich kannte den Hinstorff Verlag, denn im Studium war eines meiner Schwerpunktthemen DDR-Literatur. Hier bin ich sehr gut aufgenommen worden, habe ein tolles Team und die Arbeit macht mir sehr viel Spaß. Ich arbeite jetzt jetzt seit 18 Jahren beim Hinstorff Verlag und werde hier auch nicht mehr weggehen.

Ihr wollt mehr über den Hinstorff Verlag erfahren? Am 4. November könnt ihr das Unternehmen bei der Kreatopia kennenlernen. Hier entlang zur Anmeldung

Fotos: Matthias Marx

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