KreativLab #6

Kreativ-Cluster in ländlichen Räumen: kollektive Geschäftsmodelle

KreativLab#6 in der Künstlerresidenz Schloss Bröllin

18.5.2017, 16 – 21 Uhr

Wie funktionieren kreative Cluster in ländlichen Räumen? Welche Bedingungen sind nötig, damit sie gedeihen? Wie können sich die einzelnen Geschäftsmodelle so gut ergänzen, dass sich alle gemeinsam dauerhaft tragen? Kreativschaffende aus ganz MV waren zum KreativLab #6  eingeladen, von ihren Erfahrungen in ländlichen Räumen zu berichten. Im Workshop mit der Architektin und Stadtentwicklerin Claudia Muntschick (Stiftung Haus Schminke, Landesverband Kreatives Sachsen) und der Journalistin und Verlegerin Corinna Hesse (Silberfuchs-Verlag, Landesnetzwerk Kreative MV) wurden Erfolgskriterien für ländliche Kreativ-Cluster ermittelt.

Hier findet Ihr die Dokumentation zum Download.

Ortserkundung

Zunächst führten uns unsere Gastgeber Katharina Husemann und Bartel Meyer vom Vorstand des Vereins über das weitläufige Gelände, das der Verein Schloss Bröllin e.V. vor 25 Jahren erworben hat: ein atemberaubendes Ensemble aus Schloss und mehreren großen Nebengebäuden, die komplett aus Naturstein gemauert sind und unter Denkmalschutz stehen.

 

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„Unternehmensberater schauten sich das Gelände damals mit uns an und meinten: ‚Wir geben Euch ein halbes Jahr und dann seid Ihr weg.‘“

Katharina Husemann, Schloss Bröllin

Das war vor 25 Jahren. Der Verein hat inzwischen 9 Arbeitsplätze geschaffen, etliche Honorarkräfte und ein Jahresbudget von 450.000 Euro. Seit der Gründung 1992 hat sich der damals marode Gutshof zu einer der größten Künstlerresidenzen Europas für darstellende Künstler entwickelt und zählte 6.000 Übernachtungen. Das Geheimrezept? „Selbstausbeutung“, sagt die Gründerin Katharina Husemann, die damals von Berlin nach Bröllin an den nördlichen Rand der Uckermark zog. „Ohne extrem viel ehrenamtliche Mehrarbeit hätten wir das nicht geschafft.“

Deshalb suchen sie nun verstärkt nach einem zusätzlichen Geschäftsbetrieb, um unabhängiger von Fördergeldern zu werden und für Nachwuchskräfte attraktiv zu bleiben. Der Kulturschwerpunkt des Vereins soll dadurch nicht beeinträchtigt werden, sondern behutsam ergänzt durch ein Geschäftsmodell im sozialen und kreativen Kontext.

„Wir sind inzwischen in der Region gut vernetzt. Während wir am Anfang auf die Dorfbewohner wie Exoten von einer anderen Galaxie wirkten, haben wir durch Jugendprojekte und öffentliche Veranstaltungen eine große Akzeptanz erreicht. Da wir das Fernsehen und Landespolitiker hier herholen, bekommt die Region überregional mehr Aufmerksamkeit.“

Bartel Meyer, Schloss Bröllin

 

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Impulsvortrag Claudia Muntschick | Stiftung Haus Schminke Löbau

Das Beispiel Schloss Bröllin ist typisch für die zahlreichen Kreativen, die marode Gutshäuser, Scheunen oder Bauernkaten kaufen und sanieren, oft ohne Unterstützung. Unsere Referentin Claudia Muntschick hat zahlreiche Beispiele aus Ostsachsen mitgebracht. Die Lausitz ist durch die Lage an der polnischen Grenze durchaus vergleich mit Vorpommern, nur dass es in Sachsen eher um Industriedenkmäler geht als um Herrenhäuser. Claudia ist Architektin und Stadtentwicklerin und hat mit einer Stiftung dem bedeutenden Scharoun-Bau Haus Schminke in Löbau neu belebt, durch ein kreativ-touristisches Konzept.

„Wir müssen um unsere Industriekultur kämpfen“, berichtet Claudia: „Die Politik fördert eher den Abriss als die Sanierung. Die Argumente: Angeblich ist Sanierung zu teuer, angeblich ziehen die Menschen alle weg, und angeblich gibt es keine Arbeit.“ Am Beispiel einer alten Spinnerei in Leipzig rechnet sie vor, dass die Sanierung nur 3,5 Mio DM kostete, während die Abrisskosten auf 20,5 Mio DM geschätzt wurden. Auch die Bevölkerungsstatistik in Sachsen bewegt sich wieder aufwärts, und in den Kreativquartieren in ehemaligen Industriebrachen wurden neue Arbeitsplätze geschaffen. Dienstleistung löst Industrie ab. „Wenn man jede Prognose wörtlich nimmt, kann man gleich den Kopf in den Sand stecken. Aber oft entwickeln sich die Dinge ganz anders als vorhergesehen.“ Niedrigschwellige Sanierung ist das Zauberwort: Kreative brauchen oft nur ein Dach über den Kopf, Strom, Internet, und den Rest gestalten sie selbst. Studien zeigen: Jeder Euro, der investiert wird, erzeugt 10 Euro Wertschöpfung.

 

Die Zwischennutzungsformel:

Leerstand, Brache + Idee – geringe Miete / geringer Kaufpreis

= Instandhaltung der Immobilie +Berufschance +Belebung

In Claudias Präsentation findet Ihr fantastische Beispiele der Wiederbelebung alter Industriebauten durch Kreativwirtschaft: hier downloaden

 

Claudia Muntschick
Claudia Muntschick ist Architektin, Denkmalpflegerin und Mitbegründerin der Branchenverbände „Wir gestalten Dresden“ und Kreatives Sachsen. Der Landesverband für die Kreativwirtschaft baut derzeit das Sächsische Zentrum für Kultur- und Kreativwirtschaft auf. Von den Standorten Chemnitz (Hauptsitz), Dresden und Leipzig aus wird das Zentrum Beratungs- und Vernetzungsangebote für alle Kultur- und Kreativschaffende in Sachsen anbieten. Es wird deutschlandweit die erste Fördereinrichtung für die Kultur- und Kreativwirtschaft, die von den Akteuren selbst getragen wird. Im sächsischen Löbau leitet Claudia Muntschick die Stiftung Haus Schminke, die das herausragende Architekturdenkmal von Hans Scharoun als Zeugnis des „Neuen Bauens“ für kommende Generationen bewahrt und zum kulturellen Treffpunkt für Architektur- und Kunstbegeisterte aus aller Welt entwickelt hat.

 

Projekt-Pitches: Kreativprojekte in ländlichen Räumen

Den Kopf in den Sand stecken und an dunkle Zukunftsprognosen glauben, kommt für keinen unserer KreativLab-Teilnehmer in Frage. Im Gegenteil: gerade in Gegenden mit viel Leerstand sehen Kreative oft verborgende Potenziale, die sie dann quasi aus dem Nichts in attraktive Standorte verwandeln.

Projekthof Karnitz e.V. | Sina Ribak

Seit 1997 entsteht im Dorf Karnitz in der Nähe des Kummerower Sees ein Ort für Kultur, Bildung und nachhaltige Entwicklung. Mit 2 festen Stellen und einem Verein aus 20 Aktiven wird ein umfangreiches Jahresprogramm aufgelegt. Dieses Jahr steht unter dem Titel „Dorf-Uni 2017“, mit einem Jugendkongress gegen (Rechts-)Extremismus, einer Filmreihe, einem Bürgersalon, Kunst- und Wissenschaftsseminaren und einer internationalen Sommeruniversität zum Thema Transmedia Storytelling/Kultur des Klimawandels. Kein Zweifel: das Dorf ist Triebkraft des Wandels!

Hier findet Ihr das komplette Jahresprogramm.

Jugendkreativfestival 15.7.2017 „Mensch ist anders, Mensch ist gleich.“

Blogpost über das KreativLab

DigitalNoerdlich – Initiative Offene Wissensnetzwerke MeckPomm | Iris Wessolowski

Die Digitalisierung lässt Menschen in dünn besiedelten Regionen näher zusammenwachsen. Die Kommunikationsberaterin Iris Wessolowski aus Neustrelitz stellte ihr digitales Labor für Kommunikation & Aktionskonzepte im ländlichen Raum vor. Ein offenes Wissensnetzwerk, das von den Mitwirkenden mit Ideen, Projekten, Visionen gestaltet wird.

„Im ‚Offenen Wissensnetzwerk Meck Pomm‘ soll/kann/darf/muss gemeinsam und in wechselnden Konstellationen gearbeitet werden,“ erläutert Iris. „Neue und alte Kommunikationsstrategien und Konzepte sollen ausprobiert werden, um aus diesen zu lernen, um sich mit Hilfe von Querdenkenden optimaleren Lösungen iterativ zu nähern. Und um das Erlernte nutzbar zu machen, muss es als Wissen möglichst offen geteilt werden.“

„Ich freue mich schon auf spannende Cross-Projekte mit der Kunst und Kultur in Meck-Pomm!“

Iris Wessolowski, Kommunikationsberatung und Social Media Produktionen

 

„Gewinnung von Räumen“ | Norbert Kostka

Nachdem der Architekt Norbert Kostka lange in Köln gelebt hatte, dann im Wasserturm Wegberg-Uevekoven in Nordrhein-Westfalen, suchte er neue Gestaltungsräume in der Uckermark, in der Nähe seiner polnischen Wurzeln. „Gewinnung von Räumen“, nennt er sein künstlerisches Konzept: alte Industriegebäude werden umgestaltet und für Ausstellungen, Performances oder Beherbergung genutzt. Verfallenes wandelt sich durch seine Fantasie in futuristisches Design. Einen alten Getreidespeicher in Neubukow konzipierte Norbert als begehbare Skulptur mit Übernachtungsmöglichkeiten. In Jagow entwarf er künstlerische Wohn-Container, „Räume im Raum“, die eine alte Scheune in ein Feriendomizil verwandeln. In Werbelow schuf Nobert in einer alten Wassermühle ein Ort für Kultur, Gastronomie und Leben in der Natur.

Fotos seiner fantastischen Raum-Belebung, für die „Umnutzungsprozess“ ein sehr nüchternes Wort ist, findet Ihr in Norberts Präsentation.

Kulturgut Freiland e.V. | Eric Mulsow, Wanja Malik

Seit 7 Jahren bespielt eine Gruppe von Enthusiasten eine ehemalige Kiesgrube Brook, ein 15 ha großes Freiland-Gelände mit 2 kleinen Seen in der Nähe von Demmin, mit einem jährlichen Festival. 10 Ehrenamtliche organisieren das Festival mit 200 Mitwirkenden, mit Kultur- und Kinderprogramm, Konzerten und Werkstätten. Durch integrative Einbindung von Jugendlichen in die kulturellen Aktivitäten sollen Toleranz und Weltoffenheit befördert werden. Doch wie schafft der Verein den Sprung vom Ehrenamt in die Professionalisierung, um sich dauerhaft zu finanzieren? Um diese Frage zu klären, hat sich der Verein ein Sabbatjahr auferlegt, in dem das Festival ruht. Eine solide Gründerberatung von erfahrenen Praktikern wäre hilfreich.

Unser Tipp: Die Kreative MV ist Trägerin des Projektes „Schule der Landentwicklung“ in Kooperation mit der Uni Rostock. Hier gibt es kostenfreie Coachings für Projekte und Kommunen – einfach eine Email schreiben und bewerben!

Hier ist eine interessante Website und Buchveröffentlichung, die einen guten Einstieg bietet: Phase 0

 

dancing raven woman | Barbara Krippendorf

Die Tänzerin, Performerin und Autorin Barbara Krippendorf aus Kölzow im Recknitztal ist eine Allroundkünstlerin. Transformation ist eines ihrer Leitthemen, Inspiration holt sie sich vor allem aus dem afrikanischen Kulturkreis. So veranstaltet sie Trauerseminare, in denen die Teilnehmer ihre persönliche Trauer kreativ umwandeln können. Einer ihrer Veranstaltungspartner ist das NaturheilGut Karow in Lüssow.

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To Do – Erfolgskriterien für kreative Projekte im ländlichen Raum

Aus den vorgestellten Projekten haben wir im Workshop erste strategische Überlegungen abgeleitet: Was braucht es, damit kreative Projekte im ländlichen Raum dauerhaft erfolgreich sein können?

  1. Ein solides Konzept entwickeln, die Infrastruktur des Ortes einbinden und mit entwickeln. Aus vielfältigen Visionen sollte ein klarer Fokus entstehen. Förderberatung in Anspruch nehmen und solide durchkalkulieren! Wenn im eigenen Team ökonomische Kompetenzen fehlen, neue Partner dazu holen.
  2. Finanzierung: Alternative Einnahmequellen erschließen: z.B. Vermietung, Workshops, Energieerzeugung, Gärtnerei und Landwirtschaft
  3. Schnittstellen zu anderen Branchen und Kooperationspartner finden: zB Tourismus, Gastronomie
  4. Das Team muss passen! Herzblut, Durchhaltevermögen, Leidenschaft, Engagement, Vertrauen sind nötig.
  5. Kommunikation: Um Unterstützung zu erhalten, sollte der Standortfaktor klar benannt werden. Wirtschaftsförderung, Standortmarketing, lokale Unternehmen ins Boot holen. Oft braucht es „Dolmetscher“, um neue Ideen zu vermitteln. Schlüsselpersonen vor Ort – zB Bürgermeister – müssen offen sein. Geld ist da, es wird nur zu oft für andere Dinge ausgegeben!
  6. Crowdfunding-Kampagne: Unterstützerkreis aufbauen
  7. Sichtbarkeit erhöhen, Community aufbauen: soziale Medien nutzen. Ortsabhängigkeit überwinden, zB durch Live-Streaming von Veranstaltungen größere Reichweite erzielen
  8. Vernetzung mit Menschen, die ähnliche Ziele haben und ähnliche Erfahrungen machen: gemeinsam Lösungen entwickeln, externe Perspektiven nutzen
  9. Erreichtes feiern! Die eigene Motivation braucht neue Energie. Die Sinnhaftigkeit des eigenen Tuns genießen.

 

Der Zuzug von Kreativen in die ländliche Region Mecklenburg-Vorpommerns ist so groß, dass bereits von einer „Gentrifizierung“ durch die Kreativszene die Rede ist. Der digitale Wandel ermöglicht es Kreativunternehmern, dort zu arbeiten, wo sie leben wollen – und nicht umgekehrt. Und für viele Kreative ist die Lebensqualität im ländlichen Raum hoch attraktiv.
Corinna Hesse, Kreative MV/Silberfuchs-Verlag

 

 

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Unser Fazit:

Die Fülle und die hohe Qualität der vorgestellten Projekte im ländlichen Raum bestätigt unsere These, dass das kreativwirtschaftliche Potenzial im ländlichen Raum enorm ist. Der digitale Wandel ermöglicht es Kreativunternehmern, dort zu arbeiten, wo sie leben wollen – und nicht umgekehrt. Und für viele Kreative ist die Lebensqualität im ländlichen Raum hoch attraktiv. Sie suchen vermeintlich „verlassene“ Regionen, die über Abwanderung und Extremismus klagen. Kreativschaffende kaufen und renovieren leerstehende Gutshäuser und Katen, betreiben offene Ateliers und Werkstätten, Probenräume und Bühnen, Gästehäuser und Cafés. Sie wirken als Magnet für Neuansiedler und Gäste.

Vielen Kommunen und Unternehmern aus anderen Branchen ist längst klar, welches Potenzial die Kultur- und Kreativwirtschaft für die aktive Gestaltung des Wandels in ländlichen Regionen darstellt. Die Kreative MV möchte Politik und Kreativwirtschaft im ländlichen Raum noch stärker zusammenbringen und startet im November einen Wettbewerb zur sozialen Dorfentwicklung durch Kreative. Wir möchten mit Projekt-Coachings und einer gemeinsamen Kampagne den großartigen, vielfältigen Initiativen mehr Sichtbarkeit verleihen und der Politik Handlungsempfehlungen geben, wie das Potenzial der kreativen Regionalentwicklung umfangreicher erschlossen werden kann.

„Man sollte nie dem Glauben verfallen, eine kleine Gruppe ideenreicher, engagierter Leute könnte die Welt nicht ändern. Tatsächlich wurde sie nie durch etwas anderes geändert.“

Margaret Mead, Ethnologin

 

Nächstes KreativLab: „Preisfindung: Was ist meine Arbeit wert?“

WANN? am 5.7.2017, 17-21 Uhr (Einlass und Ortserkundung ab 16.30 Uhr)

WO? Schmiede Radsack, Stresdorf 3, 19205 Gadebusch, www.schmiede-radsack.de/

MIT WEM? Mit Victoria Ringleb, Geschäftsführerin der Allianz deutscher Designer www.agd.de / (AGD) e.V., und Corinna Hesse, Silberfuchs-Verlag/Kreative MV

Die KreativLabs finden im Auftrag des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit statt und werden von der Kreative MV – dem Netzwerk für Kultur- und Kreativwirtschaft Mecklenburg-Vorpommern – durchgeführt. Wir danken dem Schloss Bröllin  e.V. für die Unterstützung vor Ort.

KreativLabs sind branchenübergreifende Events, die die unternehmerische Qualifizierung stärken, inspirierende Kreativ-Orte in ganz Mecklenburg-Vorpommern entdecken und Kreativschaffende zu Erfahrungsaustausch und Kooperationen anregen.

KreativLabs vernetzen kreative Akteure und UnternehmerInnen mit Kommunen, Förderern, Verbänden und Kammern. Kreativlabs weiten Horizonte: durch Impulsvorträge, kollegiale Beratung, Ideen-Pitches, Feedback und Austausch beim Buffet.

Kreative MV: Jetzt Mitglied werden und das Kreativland MV gemeinsam stärken!

Die Kreative MV bietet Netzwerkmitgliedern und Förderern ein umfangreiches Jahresprogramm mit Fortbildung, Vernetzung und aktuellen Brancheninformationen.

Fragen und Anregungen?

Kontakt: Corinna Hesse, kontakt@kreative-mv.de

 

 

Corinna
Corinna Hesse ist Kulturjournalistin, Verlegerin und mit Mitbegründerin des Landesnetzwerkes Kreative MV. Das Netzwerk für Kultur- und Kreativwirtschaft führt 2017 im Auftrag des Wirtschaftsministeriums 11 KreativLabs, eine branchenübergreifende Innovationswerkstatt und eine Branchenkonferenz durch. Ziel ist es, die Kreativbranche zu fördern und ihre Sichtbarkeit zu stärken. In Tüschow im Landkreis Ludwigslust-Parchim leitet Corinna Hesse den Silberfuchs-Verlag – Labor für gesellschaftliche Wertschöpfung gemeinsam mit ihrer Mitgesellschafterin Antje Hinz (Hamburg). Sie geben kulturwissenschaftliche Publikationen heraus (Hörbücher, Online-Wissensportale), leiten Workshops und Tagungen und organisieren Regionalentwicklungsprojekte zur Stärkung der Kreativwirtschaft.