Studien

Förderung der Dorfentwicklung durch soziale Innovationen

Masterarbeit von Lia Mertens, Universität Greifswald

Download: Masterarbeit_Lia Mertens_Universität Greifswald

Für die Entwicklung ausgedünnter ländlicher Räume wird häufig an das Engagement der Bewohner appelliert. Hierdurch soll schwindender Daseinsvorsorge durch soziale Innovationen entgegengewirkt, die Stimmung und Lebensqualität aufrechterhalten und die Attraktivität des Lebens im ländlichen Raum gesteigert werden. Dabei werden kreativen Initiativen und innovativen Mikronetzwerken, die in Zusammenarbeit mit der Bevölkerung gezielt Lösungsansätze für entstandene Probleme entwickeln, eine besondere Bedeutung für die Dorfentwicklung zugesprochen.

Für die vorliegende Arbeit wurden Projekte, die an dem Wettbewerb zur sozialen Dorfentwicklung 2018/2019 ‚Kreative für MV – MV für Kreative‘ der Kreative MV teilnehmen, untersucht. Zu diesem Zweck wurden qualitative Interviews mit den Initiatoren bereits laufender Projekte geführt. Der Fokus lag auf dreierlei Aspekten: Die Motivation der Initiatoren herauszufinden, die Chancen für die Dorfentwicklung und Grenzen der Projekte festzustellen sowie Hindernisse und Erfolgsfaktoren für die Zusammenarbeit mit der Dorfbevölkerung zu erfahren.

Die Untersuchung im Rahmen dieser Masterarbeit hat ergeben, dass die Initiatoren intrinsisch motiviert sind. Zum einen durch den Willen sich für ihre Heimatregion zu engagieren oder durch Selbstverwirklichungswillen motiviert sind. Die Projekte haben das Potenzial, insbesondere das kulturelle Angebot ihrer Regionen zu bereichern und den sozialen Zusammenhang der Dorfbevölkerung zu stärken.

Foto: http://www.daslebendigedorf.de/ / Sophia Warczak