Wirtschaftsförderung 4.0

Standortoffensive Kultur- und Kreativwirtschaft

Studien zeigen, dass die Ansiedlung von Kreativunternehmen und Kreativclustern sich positiv auf das ländliche und städtische Umfeld auswirkt. In der Ansiedlung der Kreativwirtschaft liegt ein großes Potenzial für ländlich geprägte Flächenländer, weil sie – im Unterschied zu den verdichteten Räumen der Metropolen – viel Freiraum für Entfaltung bieten. Davon profitieren sowohl strukturschwache ländliche Regionen als auch überlastete Metropolen.

„Die Kreativbranche hat ein hohes Potenzial gerade für Regionen im Strukturwandel.“

Walter Winter, Vorsitzender des Arbeitskreises Kultur-und Kreativwirtschaft der Wirtschaftsministerkonferenz

Ein kreatives Milieu…

  • steigert die Attraktivität von Städten und Regionen
  • zieht hochqualifizierte Arbeitskräfte und Unternehmen an
  • wirkt dem Trend der Abwanderung aus ländlichen Regionen entgegen
  • treibt den wissensbasierten Strukturwandel voran
  • erhöht Zukunftsperspektiven der Region

Quelle: Datenbericht Kultur- und Kreativwirtschaft der Metropolregion Hamburg 2019

Angesichts der Digitalisierung von Arbeitsprozessen schwinden die Unterschiede zwischen Stadt und Land. Digitale „Kopfarbeiter“ gründen „urbane Dörfer“, Unternehmen verbinden zentrale und dezentrale Standorte nach Bedarf. Foto: Wir bauen Zukunft, Nieklitz (Foto: Antje Hinz)

Die Maßnahmen im Projekt

Das Projekt WIRTSCHAFTSFÖRDERUNG 4.0 entwickelt in Kooperation mit Wirtschaftsfördergesellschaften, Regionalentwicklern und Kreativ-Netzwerken eine branchenspezifische Ansiedlungsstrategie und -kampagne für die Kultur- und Kreativwirtschaft in ländlichen Regionen, Stadtrandlagen und Zentren:

  1. Eine standortspezifische Zielgruppenanalyse wird durchgeführt und die besonderen Standortanforderungen von Kreativunternehmen werden ermittelt, differenziert nach spezifischen Potenzialen in ländlichen und urbanen Räumen, Klein- und Mittelstädten.
  2. Ein Standortprofil der Kultur- und Kreativwirtschaft in allen 11 Teilbranchen wird für die Fokusregion erstellt, um bestehende Akteure und Kreativcluster mit herausragenden Entwicklungspotenzialen zu ermitteln und ihre quantitativen und qualitativen Effekte auf den Standort zu evaluieren.
  3. Ein Strategie- und Kampagnenkonzept erstellt, um mehr innovative Kreativunternehmen anzusiedeln, hochwertige, wissensbasierte Arbeitsplätze zu schaffen und die Fokusregion durch zielgruppenspezifisches Standortmarketing zu stärken.
  4. Es werden Kooperationsstrategien zwischen Stadt und Land aufgezeigt, wie ländliche Regionen und Stadtrandlagen entlastend für die Raumverdichtungsprozesse der Großstädte wirken können.
  5. Die Rahmenbedingungen, Strukturen und Vernetzung der Kreativbranche werden nachhaltig gestärkt und damit die Wettbewerbsfähigkeit der Branche im bundesweiten und internationalen Kontext gesteigert.
  6. Die Methodik und die Ergebnisse des erarbeiteten Strategie- und Kampagnenkonzepts sind auf andere Regionen übertragbar und werden anderen Landkreisen und Wirtschaftsfördergesellschaften in Mecklenburg-Vorpommern sowie interessierten Partnern der Metropolregionen Hamburg und Berlin zur Verfügung gestellt.
Foto: Modererierte Leerstandsbegehung mit dem Bauamt der Stadt Lübz, Kreativunternehmen und Coopolis – Planungsbüro für kooperative Stadtentwicklung (Foto: Manuela Heberer)

 

Projektleitung:

Corinna Hesse, kontakt@kreative-mv.de

Projektpartner und Förderer:

  • Landkreis und Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH Nordwestmecklenburg
  • Wirtschaftsförderungsgesellschaft Südwestmecklenburg mbH
  • Landeshauptstadt Schwerin, Fachgruppe Wirtschaft und Tourismus
  • Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Mecklenburg-Vorpommern /  Standortoffensive Mecklenburg-Vorpommern